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ISO Zertifizierung – ein Mehrwert für das Qualitätsmanagement in IT-Projekten?

Eschborn, 13.10.2011

Die Skepsis gegenüber einer Zertifizierung des Managementsystems nach der DIN EN ISO 9001:2008 ist allgegenwärtig. Viele Mitarbeiter sind der Meinung, dass die Vorbereitung einer solchen Maßnahme einen immensen Aufwand mit sich bringt. Das Zertifikat an sich kann das nur schwer ausgleichen, da es kaum etwas über die Realität hinter den Kulissen aussagt. Denn Qualitätssicherungen der Prozesse müssen nicht zwangsläufig zu einem qualitativ hochwertigen Produkt führen. Zudem fürchten viele Mitarbeiter die kommende Flut der Dokumentationen, Formulare und Kontrollblätter.

„All diese Befürchtungen sind unbegründet", ist Ulrike Wilhelmstroop überzeugt. Wie die Qualitätsmanagement-Beauftragte der Agon Solutions weiß, ist dieses Bild vollkommen veraltet und entstammt einer Zeit, in der Qualitätsmanagement (QM) hauptsächlich in industriellen Großunternehmen, wenig computergestützt und ohne ganzheitlichen Ansatz betrieben wurde. Inzwischen hat sich aber auch das QM weiterentwickelt. Dies zeigt die Revision der Norm aus dem Jahr 2008. Der Umfang der Norm sowie die Anforderungen an die Dokumentation sind bereits seit der Version aus dem Jahr 2000 deutlich geringer. Zudem wurde im Laufe der Jahre zunehmend der Fokus auf Branchenneutralität gelegt, so dass die Forderungen nun besser auf Dienstleistungsunternehmen abgebildet werden können.

Jedes Unternehmen besitzt de facto eine Managementsystem und eine Geschäftsführung, die das Unternehmen auf eine bestimmte Art und Weise führt. Damit sind die Grundvoraussetzungen für erfolgreiches QM in jedem Unternehmen gegeben. Die Norm gibt lediglich Handlungsanweisungen für eine erfolgreiche Unternehmensführung, ohne aber vorzuschreiben, wie die Umsetzung in der Praxis zu erfolgen hat. Mit einer Zertifizierung kann sich das Unternehmen durch einen unabhängigen Auditor bestätigen lassen, dass ein strukturiertes, prozessorientiertes Managementsystem etabliert ist, das auf eine ständige Leistungsverbesserung und die Berücksichtigung der Belange aller interessierten Parteien ausgerichtet ist. Dabei ergeben sich nicht nur interne Vorteile, durch die verbesserte Organisation, sondern auch externe Wettbewerbsvorteile. „Meine Erfahrung als QM-Beauftragte zeigt, dass an IT-Dienstleistern zunehmend Projektanfragen von potentiellen Kunden gestellt werden, die eine ISO Zertifzierung zur Voraussetzung für eine Zusammenarbeit machen.", führt Wilhelmstroop an. Denn die Qualität der Projektprozesse ist unabdingbar für eine gute Zusammenarbeit mit den Kunden und letztlich für den Unternehmenserfolg.

Die Agon Solutions hat sich diesen Anforderungen des Marktes gestellt und das bestehende Managementsystem im November 2010 nach der DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Das Managementsystem hat nun eine deutlichere Struktur, aber von einem aufgeblähten Bürokratieapparat ist es meilenweit entfernt. Bei der Umsetzung wurde darauf geachtet, dass die Maßnahmen zum Unternehmen und seinen Mitarbeitern passen. Es war das Ziel einen Mehrwert sowohl für den Kunden als auch das Unternehmen und seine Mitarbeiter zu schaffen. Durch die Zertifizierung hat das Unternehmen die Vorgehensweisen im Projekt effizienter gestaltet und standardisiert. Für die Berater gibt es zusätzlich den sogenannten Projektleitfaden, der als Richtschnur gilt, wenn es keine Vorgaben seitens des Kunden zur Durchführung der Projekte gibt. Für alle Projekte gelten jetzt zum Beispiel die gleichen Rollen und Verantwortlichkeiten, so dass Kontrolle und Steuerung effektiver sind.

„Wir setzen auf Qualität von Anfang an.", so lautet das Motto der Agon Solutions für das QM. Für die Projekte der Agon Solutions bedeutet das, bereits im Vorfeld des eigentlichen Projektbeginns die konkreten Anforderungen aller beteiligten Parteien zu ermitteln, die Ziele festzulegen und Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele zu definieren. Anschließend kann durch das strukturierte QM während der Projektdurchführung eine kontinuierliche Verbesserung der Qualität erreicht werden. Diese zeichnet sich durch die regelmäßige Abstimmung mit allen Projektbeteiligten und die systematische Qualitätssicherung aller Entwicklungsergebnisse aus. Risiken können auf diese Weise frühzeitig entdeckt und Qualitätsanforderungen geplant erreicht werden. Dabei werden die Berater der Agon Solutions durch Dokumentationen und Vorlagen unterstützt, die auf Basis vorhergehender Projekterfahrung erstellt wurden.

Denn „nach dem Projekt ist vor dem Projekt", wie schon Sepp Herberger in einer ähnlichen Form erkannte. Nach dem Projektabschluss werden „Lessons Learned Meetings" durchgeführt, in denen das Projektteam diskutiert, welche Faktoren den Projekterfolg begünstigt haben und ob es Optimierungspotentiale gibt. Die Ergebnisse fließen zusammen mit dem eingeholten Kundenfeedback in den Projekterfahrungsbericht ein, der im Führungskreis vorgestellt wird. Der QM-Verantwortliche setzt die notwendigen Maßnahmen und übernimmt Vorgehensweisen, die sich bewährt haben, in den Projektleitfaden. Dadurch ergibt sich ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess.

Was hat die ISO Zertifizierung nun konkret der Agon Solutions gebracht? Durch die Ausrichtung des Managementsystems auf die DIN EN ISO 9001:2008 sind Verfahren implementiert worden, die eine Reflektion der Projekte verstärken und die permanente Optimierung der Prozesse antreiben. Das bereits vorher vorhandene Qualitätsbewusstsein, sehr gute Ergebnisse zu liefern, konnte so weiter vertieft werden. Eine strukturierte Abfrage und Auswertung von Kundenfeedback hat ergeben, dass die Agon Solutions mit der ISO Zertifizierung auf dem richtigen Weg ist.

Kontakt: qm@agon-solutions.de


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