Agon Newsletter Ausgabe 02 / 2012.

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Fachthema - Umsetzung des Wissensmanagements bei der Agon

Agon Solutions betreibt seit mehreren Jahren mit dem Titel „Themenmanagement" ein internes Wissensmanagement. Hier werden vor dem Einsatz in Kundenprojekten praxisrelevante bis strategisch wichtige Themen methodisch, fachlich und technisch erarbeitet. Erfahrungen aus Projekten fließen mit ein und erweitern und verifizieren den Wissensstand kontinuierlich.



Zentrale Ziele sind:

  • bereits vor der Ausschreibung bzw. Projektvorbereitung vorzeigbare Kompetenz
  • die effiziente und qualitativ hochwertige Durchführung von Softwareentwicklungs- und Beratungsprojekten
  • sowie die Reduzierung des Aufwands zur Erstellung der Artefakte in Projekten.

Mitarbeiter übernehmen als Themenverantwortliche den Know-How-Aufbau und sind Ansprechpartner für Vertrieb und Marketing, die sie beispielsweise durch Erstellung von Whitepapern und Kompetenzpräsentationen unterstützen. Themenverantwortliche geben ihr Wissen im Rahmen von Praxisworkshops, Agon Schools genannt, an Kolleginnen und Kollegen weiter und fördern damit gleichzeitig die Teambildung.

Agon Schools werden als Intensiv-Workshops, meist als „Code-Camps", im Rahmen von 1 bis 2 Tagen durchgeführt. Neben theoretischen Grundlagen werden praktische Kenntnisse anhand eines Beispiels vermittelt. Die Teilnehmer arbeiten in entspannter Atmosphäre projektnah in unterschiedlichen Rollen und können so ein Thema aus unterschiedlichen Sichten durchdenken und ausprobieren. Neben dem Eigeninteresse der Mitarbeiter, ihre Kompetenz zu erweitern, stehen Teambildung und Spaßfaktor im Mittelpunkt.

Im Jahr 2012 wurden bzw. werden die folgenden Themen in Agon Schools mit Entwicklern, Architekten und Projektleitern der Agon Solutions durchgeführt:

 

1. Grundlagen agiler Softwareentwicklung und Anwendung der Methode Scrum

 

Abbildung 1: Die vier Wertpaare des Agilen Manifests (Bildquelle: agilemanifesto.org)

Diese Agon School vermittelte Grundlagen und Argumente für den Einsatz agiler Methoden in Softwareentwicklungsprojekten. Anhand der Methode Scrum wurden Rollen, Vorgehensweise und Artefakte vorgestellt. Argumente Für und Wider eines Einsatzes in Festpreis- oder Aufwandsprojekten wurden abgewogen.

Mit einem Projektbeispiel im Anforderungsmanagement werden mit einem selbständig arbeitenden Team und Rollenverteilung nach Scrum mehrere Iterationen bearbeitet und anschließend kritisch bewertet. Teilnehmer sind Projektleiter und Entwickler.

 

2. Oracle: Installation, Standardobjekte und Fileimport unter Unix

In dieser Agon School wurden die Installation einer Datenbankinstanz unter Unix sowie die Anlage von Standardobjekten wie Tablespaces, Tabellen, Views, Sequenzen, Trigger, Funktionen, Prozeduren vermittelt und anhand eines praxisnahen Beispiels erprobt. Das Beispiel wurde um den Import von Textdateien erweitert. Für DWH-Projekte wurde das Star-Modell vorgestellt.

Die School diente sowohl Java- als auch Cobol-Entwicklern als Umstieg bzw. Einstieg auf Oracle, die bereits mit anderen Datenbanken wie beispielsweise DB2, MySQL oder MS SQL gearbeitet haben.

 

3. Portletentwicklung mit Liferay

Portale werden zunehmend in Intranets und Extranets eingesetzt. Informationen, Funktionen und Geschäftsprozesse werden an einem Ort zielgruppenorientiert, medienbruchfrei und mit gemeinsamer Authentifizierung angeboten. Agon Solutions setzt aufgrund des Funktionsumfangs und der kostenfreien Open Source Variante auf Liferay, weshalb eine Agon School für Java Entwickler und Architekten durchgeführt wurde:

  • Allgemeine technische Einführung in Liferay, in Konfiguration und Architektur
  • Installation und Einrichtung der Entwicklungsumgebung
  • Anlage von Sites und Pages, Benutzer und Rollen sowie Nutzung des CMS
  • Einrichtung von Blogs, Wikis, Einbindung entfernter Portlets
  • Praktische Übungen zur Portlet-Entwicklung mit JSF, IceFaces und Rest Services
  • Erstellen und Modifizieren von Themes, Mobile Theming, Layout Plugins

     

4. Entwicklung von App- oder Browser-basierten mobilen Anwendungen 

Aufbauend auf den vorhergehenden SOA-Schools wurden in einem Entwickler-Praxisworkshop Anwendungen in Android und Sencha Touch entwickelt, die vorhandenen Services angebunden und die besondere Verwendbarkeit auf mobile Devices praktisch erprobt.

 

5. Serviceorientierte Agon Architektur als Basis für Multikanalanwendungen und Integrationsprojekte

In dieser School werden Grundlagen zu den im Agon-eigenen SOA-Framework eingesetzten Bibliotheken (z.B. REST-Webserviceframework Jersey) vermittelt und ein praktisches Beispiel zu einer Entität mit Datenhaltung in der Cloud umgesetzt.

 

6. Spring in der Praxis

Diese SOA-School ist der Beginn einer Reihe von Praxisworkshops zu JEE-Basistechnologien. Neben der Vermittlung von Grundlagen zu Spring als JEE-Middleware-Standard wird ein Entwickler-Praxisworkshop zu einem fachlichen Beispiel durchgeführt.