Neues Whitepaper von Agon Solutions: Ist deklarativ wirklich instruktiv?

Eschborn, 09.03.2015

Agon Solutions veröffentlicht ein neues Whitepaper mit dem Thema: Ist deklarativ wirklich instruktiv von Dr. Jürgen Lampe.

Im Gefolge der Verbreitung der Lambda-Notation, die seit Version 8 nun auch den Weg in die Java-Welt gefunden hat, ist der Begriff deklarative Programmierung recht häufig zu lesen. Darunter wird die Methode verstanden, Programme aus einer formalen Spezifikation der zu lösenden Aufgabe automatisch abzuleiten. Als Beispiel diene ein lineares Gleichungssystem. Wenn die Koeffizienten gegeben sind, ist die Lösung kein Problem. In den allermeisten Fällen reicht die Spezifikation, d. h. die Angabe der Koeffizientenmatrix aus, den Rest erledigt Standardsoftware – ein typischer Fall deklarativen Programmierens. Allerdings funktioniert das selbst in der Mathematik nur zum Teil. Für viele Probleme können zwar formale Spezifikationen, z. B. in Form von Differentialgleichungen angegeben werden, aber an den Lösungen versuchen sich bisweilen ganze Generationen von Mathematikern. Bei der Softwareentwicklung ist das nicht prinzipiell anders.

So verlockend die Devise „Statt des Wie nur das Was beschreiben" auch sein mag, in der Praxis sind ihr enge Grenzen gesetzt. Im Whitepaper werden die unverzichtbaren Vorbedingungen dargestellt, unter denen dieser Ansatz erfolgversprechend sein kann. Insbesondere werden nachteilige Konsequenzen diskutiert, die sich auf längere Sicht aus einer voreiligen Adaption ergeben können. Für komplizierte Aufgaben in einer komplexen Welt gibt es in der Regel keine einfachen Lösungen. Ganz besonders misstrauisch sollte man sein, wenn einfache Beispiele zu überzeugend sind. Alle wirklich großen Fortschritte beruhen auf tiefer gehenden Erkenntnissen, die sich nur selten in zwei oder drei Zeilen sofort verständlichen Codes demonstrieren lassen.

Link zum Download des Whitepapers.

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Nicole Heyne
Marketing/Vertrieb
vertrieb@agon-solutions.de