Nachlese zum Liferay Europe Symposium 2011

Eschborn, 27.10.2011

Das Liferay Europe Symposium 2011 ist vorbei. Die Liferay Community traf sich zwei Tage lang am 18. und 19. Oktober in Offenbach. Über 400 Berater, Entwickler und Anwender hörten Vorträge, gingen zu Workshops und trafen sich bei Gesprächen im Foyer. Die Konferenz war sehr gut besucht und hinterlässt den klaren Eindruck, dass Liferay als eine der wenigen reinen Open Source Firmen auf dem Weg ist, sich als Anbieter von Portal- und Plattform-Lösungen für Unternehmen zu etablieren. Wie schon in den Jahren zuvor fand das Symposium im Büsing Palais in Offenbach statt, ein sehr angenehmer Rahmen, der viel zur positiven Atmosphäre des Symposiums beiträgt.



Auch die Organisation wurde deutlich verbessert und so bot das Event wieder eine Vielzahl an Keynotes, Vorträgen und Workshops unterschiedlicher Tiefe. Das ganze war professionell organisiert und moderiert so dass jeder Teilnehmer schnell zu seinen Lieblingsthemen finden konnte. Ein ebenso wichtiger Teil ist das persönliche Gespräch, zu dem die Kaffeepausen und der gut besuchte Empfang am Dienstagabend genügend Gelegenheit gaben. Auch mit den Entwicklern und Managern von Liferay konnte man sich persönlich austauschen. Nahezu das gesamte Topmanagement von Liferay war nach Offenbach gekommen, unter ihnen auch der Gründer Brian Chan, der vor allem mit seiner brillanten Keynote über die Zukunft von Liferay am Ende der Konferenz einen bleibenden Eindruck hinterließ.

Das Hauptthema auf dem Symposium war die bevorstehende Veröffentlichung von Liferay 6.1, das aufgrund der Vielzahl von neuen und verbesserten Features schon den Namen 7.0 verdient hätte. Liferay 6.1 baut im Wesentlichen auf der Basis und Architektur von 6.0 auf und setzt den Fokus auf die Themen "Mobile", "Social" und "Liferay as a Platform". Eine deutliche Verbesserung ist auch darin zu sehen, dass es überhaupt einen Fokus gibt, hatte man doch im letzten Jahr noch den Eindruck, Liferay sollte zu Eierlegenden Wollmilchsau ausgebaut werden.

Die aktuelle Entwicklungsrichtung ist mit "Liferay as a Platform" klar beschrieben: die Entwickler sehen Liferay als Framework, um Anwendungen und Websites zu bauen und gehen damit über den ursprünglichen Portalbegriff hinaus. Diese Ausrichtung ist sinnvoll, da Liferay so viele Features und Möglichkeiten mitbringt, die ansonsten "from the Scratch" neu entwickelt werden müssten. Um diese Nutzungspfade zu stärken, enthält die Version 6.1 neue Customizing-Features, die auch technisch weniger versierten Endusern eine weitgehende Anpassung und sogar ein "Entwickeln" von Anwendungen rein über die Liferay GUI erlauben. Großes Augenmerk liegt auch auf der mitgelieferten RIA-GUI-Library "AlloyUI", welche auf Yahoo UI (YUI) basiert, und die die Entwicklung komplexer Weboberflächen stark vereinfacht. In einem Workshop mit Alloy Chef-Entwickler Nate Cavanaugh wurden verschiedene Aspekte am Source Code intensiv besprochen. In die gleiche Richtung geht die verbesserte Unterstützung für OpenSocial und Gadgets, eine leichtgewichtige Webtechnologie, mit der leicht GUI-orientierte Anwendungen erstellt werden können. Gadgets aus anderen OpenSocial-Containern (z.B. iGoogle) können nun mit wenigen Klicks auch in Liferay integriert werden.

Eine weitere Neuerung auf dem Symposium war der "Liferay Marketplace", der klar am Android Marketplace bzw. am Apple Appstore angelehnt ist. Im Marketplace können mit Liferay erstellte sogenannte "Apps", also hauptsächlich Portlets oder Gadgets, veröffentlicht und vermarktet werden. Der Marketplace ist kostenlos, so lange man seine Apps ebenfalls umsonst bereitstellt. Will man für den Download eine Gebühr erheben, so kostet die Nutzung des Marketplace im Minimalmodell 99,- Euro pro Jahr. Es wird auch eine EE-Zertifizierung angeboten, mit der dann sichergestellt wird, dass die App mit einer bestimmten Liferay Enterprise Edition kompatibel ist. Insgesamt verstärkt das Symposium den Eindruck, dass Liferay den "Kinderschuhen" entrückt ist und mittlerweile ein ernst zu nehmender Konkurrent von Sharepoint und Websphere Portal ist. Viele Beispiele auch großer europäischer Unternehmen, die jetzt auf Liferay setzen, wurden während des Symposiums offenkundig, unter ihnen Audi, Liebherr, Lufthansa Technik, Allianz, Volkswagen und T-Mobile. Und nicht zuletzt läuft auch die Agon Solutions Website (http://www.agon-solutions.de) auf Liferay.

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Nicole Heyne
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