Messerundgang - Die elektronische Fallakte (eFA) prägt Gespräche bei der conhIT 2011

Eschborn, 15.04.2011

Die conhIT ist die wichtigste deutsche Fachmesse für die Health Care IT. Sie fand dieses Jahr vom 05. bis zum 07. April zum vierten mal in Berlin statt. Für Agon Solutions, als Dienstleister für Kostenträger und Leistungserbringer des Gesundheitswesens, ist die Messe ein wichtiges Barometer für die aktuellen Themen und Trends im Health Care Umfeld.

Dieses Jahr standen insbesondere die fachlichen Themen Arztnetze, elektronische Fallakte (eFA) und Patientenakte im Vordergrund. Die elektronische Fallakte (eFA) ist ein offener Standard für den fallbezogenen Austausch von Patientendaten. Da die eFA durch Fraunhofer Institut Software Systemtechnik (ISST) initiiert wurde und einen starken Anwendungsbezug besitzt, gilt sie als unabhängig von partikulären Interessen und kann sektorübergreifend – z.B. zwischen Arzt und Krankenhaus – angewendet werden. Daher setzt sich mittlerweile auch der kassenärztliche Bundesverband für die eFA ein. Sicherheitsaspekte werden von der eFA ebenfalls adressiert, was bei der Sensibilität der Daten auch absolut notwendig ist. Obwohl ein eFA-Provider die Plattform für die eFA zur Verfügung stellen muss, bleiben die einzelnen Dokumente jeweils im ursprünglichen System (z.B. KIS) gespeichert und es werden lediglich Links auf die Dokumente gespeichert. Darüber hinaus muss der Patient in die Erstellung der eFA einwilligen, die dann nach Abschluss des Falls wieder gelöscht wird. Das Einweiserportal, das Agon Solutions aktuell aufbaut, basiert ebenfalls auf der eFA, und ist somit zukunftsweisend und nachhaltig angelegt.

Als Herausforderung darf nach wie vor die technische und prozessuale Anbindung einer eFA an die datentragenden Systeme (KIS, PVS) angesehen werden. Hier gilt es, existierende Schnittstellen zu nutzen und neue Standards (z.B. HL7 V3) zu etablieren. Wichtig sind auch eine bruchfreie Integration sowie die Vermeidung von Mehraufwänden für die Anwender. Oft lässt sich dieser Komfort nur durch eine modifizierte Browserversion erreichen, die direkt mit dem PVS des Arztes kommuniziert. Ein offener Punkt ist der Austausch und die Speicherung von strukturierten Daten, was bisher durch die eFA nicht adressiert wird. Eine entsprechende, erweiterte Version wurde aber auf der conhIT angekündigt.

Bei den technischen Themen wird vor allem Mobile Computing im Health Care Umfeld immer wichtiger. Beispielsweise wurde eine App vorgestellt, um mit Hilfe von Location Based Services den Standort des jeweils nächsten Defibrilators zu bestimmen. Viel Interesse gab es gab für eine App, die auf dem iPad die Daten des KIS präsentiert, und somit für den Arzt direkt am Krankenbett bereitstellt. Agon Solutions konzipiert im Rahmen des neuen Einweiserportals eine mobile Anwendung, mit der Rettungssanitäter noch im Auto die Schnelleinweisung durchführen können.

Die conhIT 2011 hat gezeigt, wie wichtig sektorübergreifende und mobile Kommunikation im Gesundheitswesen mittlerweile geworden sind.

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Nicole Heyne
Marketing/Vertrieb
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