JavaLand - Die Konferenz der Java-Community für die Java-Community

Eschborn, 8. April 2013

Am 25./26. März 2014 fand die erste JavaLand Konferenz statt. Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich um eine Konferenz mit dem Themenschwerpunkt Java. Der Veranstalter der JavaLand war der Interessenverbund der Java User Groups e.V. (iJUG). Die Mitglieder der einzelnen Java User Groups waren an der Ausarbeitung des Programms beteiligt. Und genau das war auch das Ziel: die JavaLand sollte eine Konferenz von Java-Entwicklern für Java-Entwickler sein.

Das Besondere war der Veranstaltungsort. Über 800 Konferenzteilnehmer bevölkerten wenige Tage vor der offiziellen Eröffnung des Phantasialands den Themenpark Berlin.

Themenpark Berlin

Das Veranstaltungsgelände war deutlich weitläufiger als man es von anderen Konferenzen kennt. Daher musste man schon mal ein paar Meter durch Berlin laufen, um von einem zum nächsten Vortragsraum zu gelangen. Das Wetter spielte Gott sei Dank mit, daher wurde der Spaziergang an der frischen Luft zwischen den einzelnen Vorträgen genossen.


Außengelände während der Vorträge

Wie auf jeder Konferenz gab es sehr viele interessante Vorträge. Es fanden sieben Vorträge parallel statt, da musste man schon oft überlegen, welchen Vortrag man besuchen soll. Am liebsten hätten man sich geteilt oder sogar gedrittelt.

Eines der Hauptthemen war natürlich Java8. Die Veröffentlichung durch Oracle fand schon eine Woche vorher statt, aber die Launch-Events wurden gleichzeitig mit der JavaLand durchgeführt.

Mit Java8 hält die funktionale Programmierung Einzug in Java. Auch dann ist Java (glücklicherweise?) immer noch weit davon entfernt, eine echte funktionale Programmiersprache zu sein. Das wurde in dem Vortrag "Funktionale Programmierung bringts" von Michael Sperber (Active Group GmbH) sehr schön herausgestellt. Eine weitere neue Funktionalität sind die Lambda-Expressions. Für die Implementierung von Interfaces, die nur eine Methode definieren, verwendet man gerne anonyme Klassen. Das hat man oft bei einfachen Listenern. Statt der anonymen Klasse können jetzt Lambda-Expressions verwendet werden. Richtig eingesetzt wird der Code dadurch besser lesbar.

Daneben gibt es viele weitere große und kleine Neuerungen. Die stellte Simon Ritter (Head of Java Evangelism Oracle Corporation) in seiner Präsentation "55 New Features in Java SE 8" vor.

Das zweite große Thema der Konferenz war JEE7. Mit JEE7 wird Multi-Threading explizit vom Server unterstützt. Bisher war das Starten von eigenen Threads auf einem Application-Server immer mit einigem Bauchweh verbunden. Man handelte sich u.a. leicht Memory-Leaks ein. Das hat nun ein Ende.

Mit den ebenfalls neu hinzugekommenen WebSockets kann man bidirektionale Verbindungen zwischen Client und Server über eine einzelne TCP Verbindung aufbauen. Damit kann der Server dem Client direkt Push-Nachrichten schicken. Bisher konnte der Client einen Push nur durch regelmäßiges Pollen simulieren.

Die weiteren Neuerungen stellte Arun Gupta von Red Hat in seinem Vortrag "50 New Features of Java EE 7 in 50 Minutes" vor.

Dazu kamen noch weitere Vorträge zu u.a. technischen Themen wie JavaVM Garbage Collection, Bytecode, Classloader und Erfahrungsberichte, wie beispielsweise die Aktualisierung des zentralen Java-Frameworks bei der Credit Suisse.

Neben Vorträgen von internationalen Größen wie dem JavaEE Evangelist Aron Gupta gab es auch Vorträge von unbekannteren Leuten aus den einzelnen JUGs. Das unterstrich den Ansatz einer Konferenz von Entwicklern für Entwickler zu sein.

Am Abend konnte man bei gutem Essen und dem einen oder anderen Bier mit den anderen Teilnehmern ins Gespräch kommen. Das Top Event am Abend war die Übertragung des Live Streams von Oracle zum offiziellen Launch von Java8. Dazu gab es eine Podiumsdiskussion die von Stephen Chin, dem Java Technology Ambassador von Oracle, moderiert wurde.

Oder man erkundete am Abend das restliche Phantasialand und wagte eine Fahrt auf der „Black Mamba" oder machte sich auf das „Race for Atlantis".

Das JavaLand war eine tolle Konferenz in einer wunderbaren Umgebung und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.

 

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Nicole Heyne
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