Eindrücke der Devoxx 2012

Eschborn, 03.12.2012

Vom 12. bis zum 16. November sammelte sich die europäische Java- und Web- Community zum alljährlichen Treffen auf der Devoxx Konferenz in Antwerpen.

Agon Solutions war diesmal mit 4 Kollegen dabei, die sich vor allem auf die Teilnahme bei den Themen Enterprise Java, Architektur, Mobile und Datenbanken konzentrierten. Das Konferenzprogramm war wie immer dicht gepackt und in den 7 parallelen Sessions fanden sich durchgängig interessante Vorträge.

Ein Highlight war sicherlich Kirk Knoernschild und sein Vortrag "Architecture all the way down". Er geht vom "Architecture Paradox" aus: Architektur soll die Komplexität beherrschbar machen, aber gerade durch die Einführung entsprechender neuer Artefakte wird die Komplexität wiederum erhöht. Seine zentrale Botschaft ist, dass nur mit sinnvoll geplanter Modularität ein Ausweg aus diesem Dilemma gefunden werden kann. Nur so können Änderungen auf bestimmte Bereiche des Systems beschränkt werden. Software Entwickler denken zwar über Klassen und Services nach, nicht jedoch über die wichtigen Modulstrukturen, die in der Granularität dazwischen liegen. Darüber hinaus bietet auch Java keine wirkliche Unterstützung für Module auf dieser Ebene.

Die Hauptthemen der Konferenz waren Mobile (Android 4.2 wurde auf der Konferenz veröffentlicht) und die Weiterentwicklung der Java Plattform insgesamt. So wurden beispielsweise die (Annotation-) Features und die Entwicklungspattern von Java 8 intensiv diskutiert. Hypethemen der letzten Jahre (wie Scale, Groovy und NoSQL) traten in den Hintergrund, die Konferenz wirkte dadurch im besten Sinne bodenständig. Viele Sessions zeigten den Stand der Produktpflege bestehender Frameworks wie beispielsweise neue Funktionen für das REST-Service Framwork Jersey oder Vereinfachungen der Konfiguration und Performanceoptimierung bei TomEE. Eine Java API for JSO Processing schliesst Lücken bei Rest-Services.

HTML5 und CSS3 werden allgemein als State-of-the-art akzeptiert und sind nun keine "Neuigkeit" im strengen Sinne mehr. JavaScript ist ebenfalls im Mainstream angekommen.

Hervorzuheben sind des Weiteren hervorragende Vorträge über GWT und mgwt (Mobile MGT) sowie Vaadin, dass nun mit der Version 7 ins Rennen geht.

Mgwt liefert ansprechende Oberflächenelemente (Widgets), die dem aktuellen Stand von Beispielsweise iOS, Android, Symbian und anderen Plattformen entsprechen.

Mit der Produkt-Kombinination von gwt und PhoneGap kann der Java Entwickler ohne Lernaufwand für Java Script ansprechende Mobile-Anwendungen in Java erstellen, die nach Kompilierung HTML5, ein perfomantes JavaScript und CSS erzeugen. PhoneGap steuert einen per Javascript-API verknüpfbaren App-Container bei, der auf den meisten Mobile-Plattformen Zugriff auf die lokalen Schnittstellen ermöglicht.

Insgesamt ist die Konferenz zu voll, was der Kommunikation der Teilnehmer untereinander nicht gut tut. Abhilfe dafür steht durch die Ableger Devoxx France und Devoxx UK (März 2013!) bereit.

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Nicole Heyne
Marketing/Vertrieb
vertrieb@agon-solutions.de